Warum Coaching?
...und warum nicht Beratung, Therapie oder Training? Oder einfach gar nichts? Und wo liegen eigentlich Unterschiede und Gemeinsamkeiten?
Das sind berechtigte Fragen. Was macht insbesondere Coaching so besonders? Und weshalb sehen ich und viele andere professionelle Coaches darin so viel Potential? Ich habe den Versuch gewagt, diese Fragen zu beantworten. Schritt für Schritt und in kleinen Dosen. Viel Freude beim Lesen!
Beratung
Beratung bedeutet, Fachwissen einzubringen, und zwar dort, wo es dem Klienten an entsprechender Expertise fehlt. Und wo es viel Zeit und Mühe kosten würde, sich Diese anzueignen. Daher gibt es beispielsweise Steuer- oder IT-Berater. Hier macht der beratende Ansatz Sinn.
Therapie
Das Wort "Therapie" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "heilen, pflegen". Ein Therapeut nimmt sich Menschen an, die so starke physische und psychische Symptome aufweisen, dass sie sich in ihrem Alltag und Handeln dauerhaft negativ beeinträchtigt fühlen. Therapeuten behandeln offiziell anerkannte Krankheitsbilder (nach ICD 11) und gehen der Psyche auf den Grund.
Training
Training ist Wissensvermittlung und Befähigung. Hier steht nicht ein Problem, eine Entscheidung oder eine Fragestellung im Vordergrund, sondern ein Thema, mit dem sich Trainingsteilnehmer beschäftigen möchten. Dabei bin ich, wenn ich im Zuge meiner Festanstellung Trainings gebe, ein starker Verfechter der Interaktion. Frontalbeschallung gibt es bei mir selten. Manchmal ist es auch im Coaching sinnvoll, Wissen weiterzugeben. Allerdings in sehr kleinen Dosen und nur, wenn es wirklich passt.
Coaching
Fehlende Klarheit, festgefahrene Muster, Wunsch nach Veränderung... all das sind Gründe dafür, einen Coach aufzusuchen. Im Coaching gilt: „Ratschläge sind auch Schläge“. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Denn jeder Mensch hat ganz eigene Erfahrungen gesammelt und seine ganz eigenen Sichtweisen entwickelt. Was den einen auf die Palme bringt, lässt den anderen kalt. Und was für mich funktioniert, muss nicht für Dich funktionieren. Gehe ich gerne laufen, um abzuschalten, gehen andere ins Kino, verbringen Zeit mit ihren Kindern oder spielen Gitarre.
Ein systemischer Coach wie ich geht davon aus, dass jeder Mensch seinen ganz eigenen Weg finden muss, um sein Thema zu bearbeiten oder sein Ziel zu erreichen. Als Coach gebe ich lediglich Impulse, bringe aber nie eigene Ideen ein. Dazu braucht es die richtigen Fragetechniken und Methoden, die zum Nachdenken anregen. Und die gleichzeitig das Unterbewusste ansprechen und Emotionen wecken. Um nachhaltig Veränderungen anzustoßen, ist das elementar. Fragen wir nur den Kopf, spüren wir irgendwann einen inneren, unerklärlichen Widerstand. Deshalb gilt es, des "Pudel's Kern" zu finden - ohne psychoanalytisch zu werden natürlich.
Jeder Mensch ist in der Lage, die Lösungen für seine Probleme selbst zu finden. Lösungen, die nicht nur zu ihm, sondern auch zum Umfeld passen - zu all den Systemen, in denen wir leben. Freundeskreis, Partnerschaft, Arbeitsumfeld, und so viele mehr.
Als Coach bin ich Wegbegleiterin, Prozessgestalterin, Impulsgeberin. Ich bin davon überzeugt, dass Jeder die Antworten in sich trägt. Sie zu finden, ist mein Steckenpferd.